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Ballontechnik
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Prinzip
Ein Heißluftballon nutzt die Tragkraft warmer Luft in der Ballonhülle relativ zur umgebenden kälteren Luft. Einfacher ausgedrückt: warme Luft ist leichter als kalte und erzeugt so einen Auftrieb.
Der Brenner
Erwärmt wird die Luft mittels eines Propangasbrenners. Der Brenner ist prinzipiell vergleichbar mit dem Motor eines Flugzeuges. Ohne Brenner würde der Ballon nicht abheben können, solange die in der Hülle befindliche Luft nicht erheblich wärmer ist als die Außentemperatur. Die Betriebstemperatur eines Ballons ist sehr stark von der Witterung und Beladung abhängig und liegt zwischen 70 und 110°C. Die nötige Wärme erzeugen die Brenner, von denen mindestens zwei Stück an Bord sind, je nach Größe des Ballons können auch drei Brenner vorhanden sein. Der Brenner nimmt sein Gas aus den Propangasflaschen, welche sich im Korb befinden. Da das Gas flüssig unter Druck in den Flaschen aufbewahrt wird, nimmt es beim Ausströmen (Expansion) in den Brenner eine Temperatur von -50°C an. Daher wird das kalte Gas über ein Spiralensystem um die Brennerflamme geführt, um es zu erwärmen, bevor es verbrannt wird. Ähnlich wie bei einem Flammenwerfer brennt die gesamte Ballonfahrt über die Pilotflamme, mit der die eigentliche Flamme entzündet wird, sobald das entsprechende Gasventil geöffnet wird. Die Temperatur eines Brenners beträgt ca. 1500°C.
Fahren
Ein Heißuftballon erfordert sehr viel Gefühl und Erfahrung. Ein Ballon ist vom Piloten nur durch die Höhe steuerbar. Alles andere bestimmt der Wind. Soll der Ballon steigen, muss der Pilot den Brenner solange betätigen, bis die gewünschte Höhe erreicht ist. Soll der Ballon sinken, braucht nur gewartet werden, bis die Luft in der Hülle abkühlt. Ein Ballonpilot muss immer einen Schritt voraus denken, denn ein Ballon reagiert äußerst träge. Möchte der Pilot steigen und er betätigt dazu den Brenner, so reagiert der Ballon erst ca. 5-10 Sekunden nach dem Brennen!
Landen
Zur Landung wird der Ballon in eine langsame Sinkfahrt von ca. 1-2 m/s versetzt. Sobald der Boden erreicht wird, öffnet der Pilot den oberen Teil des Ballones, den Parachute. Dadurch entweichen große Mengen Luft und der Ballon bleibt am Boden.
Navigation
In der modernen Luftfahrt nutzen natürlich auch die Ballonfahrer die Möglichkeiten der Satellitennavigation GPS. An Hand des GPS kann metergenau die momentane Position, die Geschwindigkeit, die Richtung und die Entfernung gemessen werden. Zur Höhenbestimmung wird ein barometrischer Höhenmesser verwendet. Die aktuelle Steig- und Sinkgeschwindigkeit wird von dem Variometer in m/s angezeigt. Die Kommunikation mit dem Verfolgerfahrzeug und Flughäfen wird über Funk abgewickelt.
Die Hülle
Eine Heißluftballonhülle besteht aus drei Materialien, dem Nomex (feuerfest im unteren Bereich), dem Nylon-Perlon-Ripstop (leicht und reißfest in der Mitte des Ballons) und dem Hyperlast (im Top der Hülle, ist sehr wärmebeständig) und hat ein Gewicht von ca. 150-200 kg je nach Ballongröße und mehr. Die Hülle ist in der Regel mit Drehventilen ausgestattet, welche ein Drehen um die Hochachse des Ballons ermöglicht, um den Korb vor der Landung auszurichten. Der Parachute ist ein großes Ventil im Top, mit dem bei der Landung große Mengen Luft abgelassen werden kann.
Der Korb
Der Ballonkorb ist aus einem sehr flexiblen Weidengeflecht aufwändig hergestellt und nimmt die Gasflaschen sowie die Passagiere auf. |
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